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Die Fundamentalanalyse ... beschäftigt sich direkt mit der Aktiengesellschaft. Mittels so genannter Aktienkennziffern werden einzelne Unternehmen vergleichbar gemacht. Hauptziel der Fundamentalanalyse ist es, das Unternehmen und den dazu gehörigen Markt zu verstehen. Man kann eine Fundamentalanalyse in drei wesentliche Bestandteile unterteilen. Mehr zum Thema * Aktienkennziffern - ein guter Wegweiser * Analystenlatein 1. Industrieanalyse Wichtig bei der Abschätzung der Gewinnaussichten des Unternehmens ist es, die dazugehörige Industrie genau zu analysieren. Fragen wie "Wie stark wird der Gesamtmarkt wachsen?", "Was sind die Besonderheiten der Branche?" und "Welche besonderen Einflussfaktoren bestimmen den Markt?" sind hier von Bedeutung. 2. Strategieanalyse Von Bedeutung ist natürlich auch, wie das Unternehmen im betreffenden Markt positioniert ist. Es reicht nicht aus, in einem lukrativen Markt präsent zu sein, wenn die Wettbewerber eine viel aussichtsreichere Strategie verfolgen. Hier sollte man sich auch ein wenig näher mit den Personalien des Managements vertraut machen und nachverfolgen, wie erfolgreich es in der Vergangenheit bei anderen Tätigkeiten war. Einen Geschäftsplan kann man in seinen Grundzügen fast auf jeder Homepage des betreffenden Unternehmens durchlesen. Fragen Sie sich dann, ob dieser plausibel für Sie ist und nicht ein Produkt von Tagträumen der Unternehmensführung. 3. Analyse der Unternehmens- und Aktiendaten Daran kommt keine Fundamentalanalyse vorbei. Hier wird nämlich der aktuelle Preis der Aktie mit Kennzahlen der Geschäftstätigkeit (Gewinn, Umsatz) zusammengebracht. Es entstehen die so genannten Aktienkennziffern. Durch Vergleichswerte kommt man dann zu einer Aussage über die aktuelle Bewertung an der Börse und kann eine Einschätzung darüber treffen, ob die Aktie als unter- bzw. überbewertet anzusehen ist. Ein Unternehmen kann das "beste" Unternehmen der Welt ????????????????sein, trotzdem können an der Börse schon gewaltige Überbewertungen vorliegen, die irgendwann durch Kursrückgänge korrigiert werden. Andererseits kann es durchaus sein, dass die Werthaltigkeit eines Unternehmens von der Börse über lange Zeit verkannt wird. Allerdings sollten Anleger stets beachten, dass die Analyse zwangsläufig entweder auf Vergangenheitswerten oder auf ungesicherten Schätzungen für die Zukunft beruht. Quelle: www.mdr.de/geldanlage